75 Jahre gemeinsam im Schlossdienst – eine stolze Zahl

Wenn Emmi und Alfred von Ah ihre Dienstjahre bei Schloss Herdern zusammenzählen, kommen sie sage und schreibe auf 75 Jahre. Sie wohnen am Südhang des Seerückens im Weiler Debrunnen in einem Anwesen der Institution und können sich kaum einen schöneren Ort zum Leben vorstellen.

 

Die von Ahs lernten sich 1984 im Schlossbetrieb kennen und sind seit 32 Jahren verheiratet. Kurz nach der Geburt der ältesten Tochter zog die junge Familie am 11. Mai 1989 im Hof Debrunnen ein. Zwei weitere Mädchen machten das Familienglück komplett. «Früher kam es öfters vor, dass man unsere drei Mädchen mit Traktor durch die Felder fahren sah», erinnert sich der Vater, «oder ich schnappte auf, wie sie Viehhändler spielten».

 

Im Hausdienst und Rebberg tätig

Am 1. Januar 1980 trat Emmi von Ah in den Hausdienst der damaligen Kolonie Herdern ein. Anfänglich arbeitete sie mit einer Arbeitskollegin zusammen. Abwechslungsweise wurden sie je eine Woche in der Schlossküche und in der Wäscherei eingeteilt. Später arbeitete sie im Rebberg und übernahm Arbeiten im Hausdienst. Als Imkerin versorgte sie nebenbei den Schlossladen mit feinem Bienenhonig. Ende Januar dieses Jahres trat Emmi von Ah nach 40 Dienstjahren in den verdienten Ruhestand.

 

Herr der Rinder

Für Fredi von Ah war schon immer klar, dass er einmal Bauer werden wollte. Nach der Ausbildung zum Landwirt arbeitete er an verschiedenen Orten, bevor er am 1. Februar 1986 eine Festanstellung in der allgemeinen Landwirtschaft der Kolonie Herdern antrat. Mittlerweile ist der 60-Jährige Stallchef und zuständig für die Rindviehhaltung. Das Wohl «seiner Tiere» liegt ihm am Herzen.

 

Dank für aussergewöhnliche Treue

 

Von der grossen, weiten Welt träumten die von Ahs nie. Beide sind gern in der Natur und fahren im Winter Ski. Emmi singt im Kirchenchor, besorgt den Garten und macht mit dem Hund in einer Hundegruppe mit, während ihr Mann gern Viehschauen besucht, um dort mit Bekannten zu fachsimpeln und sich auszutauschen. «Mir gefällt die Arbeit. Ich schätze meinen Arbeitgeber sowie die gute Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden und Klienten und bin stolz auf die gute Milch unserer Kühe», sagt Fredi.